Bewerbungsphase für die Förderpreise der GKS endet bald!

Die Gesellschaft für Kanada-Studien vergibt jährlich auf ihrer Tagung in Grainau eine Reihe von Förderpreisen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Bewerbungsfrist endet schon am 1. November 2017. Bewerbungen für folgende Förderpreise richten Sie bitte an die Geschäftsstelle:

Prix d’Excellence du Gouvernement du Québec

Auch in diesem Jahr vergibt die GKS in Kooperation mit der Association internationale des études québécoises (AIÉQ) wieder den Prix d’Excellence du Gouvernement du Québec. Der von der Regierung von Québec gestiftete und von ihrer Vertretung in München im Rahmen der Jahrestagung der GKS in Grainau überreichte Preis ist mit 3.000 kanadischen Dollar dotiert. Der Preis richtet sich an NachwuchswissenschaftlerInnen, die an einer deutschen, österreichischen oder schweizerischen Universität eine hervorragende Abschlussarbeit im Bereich der Québec-Studien eingereicht oder eine wissenschaftliche Arbeit (Monographie, Sammlung, Nachschlagewerk o.ä.) in derselben Disziplin publiziert haben. Alle akademischen Abschlussarbeiten für Master, Magister, Diplom, Staatsexamen oder Promotion aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften sind zur Bewerbung zugelassen, solange der Schwerpunkt auf einem für Québec interessanten Bereich liegt (z.B. Kultur-, Literatur-, Sprach-, Politik-, Gesellschafts- oder Geschichtswissenschaften, etc.).

Reisestipendien der GKS

Pro Jahr werden zwei GKS-Reisestipendien von jeweils 1000,- Euro an Studierende aller Fachrichtungen vergeben, deren Diplom-, Staatsexamens- oder Masterarbeiten ein kanadaspezifisches Thema behandeln und daher einen Studien- bzw. Forschungsaufenthalt in Kanada erforderlich machen. Die Förderung soll die Durchführung der Arbeit vor Ort erleichtern, z. B. Geländestudien, Bibliotheksarbeiten, Interviews etc. zur Vorbereitung oder zum Abschluss des jeweiligen Vorhabens.

Jürgen-Saße-Preis

Der Jürgen Saße-Förderpreis wird jährlich an Studierende aller Fachrichtungen vergeben, deren Diplom-, Staatsexamens-, Master- oder Doktorarbeit die Aboriginal People Kanadas behandelt. Der Preis in Höhe von 1000,- Euro ist als finanzieller Zuschuss für projektbezogene akademische Studien in Kanada gedacht. Bewerben können sich Studierende und AbsolventInnen aller Fachrichtungen (z.B. auf den Gebieten Kunst, Linguistik, Geologie, Geographie, Ethnologie), deren Abschlussarbeit einen Studien- oder Forschungsaufenthalt in Kanada erforderlich macht.

Informationen zur Teilnahme und den nötigen Bewerbungsunterlagen finden Sie hier.

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ICCS Stipendien und Förderpreise

Der International Council for Canadian Studies (ICCS/CIEC) mit Sitz in Ottawa ist der Dachverband aller Gesellschaften für Kanada-Studien weltweit. Diesen Herbst lobt der ICCS wieder zahlreiche Stipendien und Förderpreise für KanadistInnen weltweit aus. Wir möchten insbesondere auf die Graduate Students Scholarships hinweisen.

Ein Gradute Students Scholarship ermöglicht einen Forschungsaufenthalt von 4-6 Wochen an einer kanadischen Universität oder Forschungseinrichtung, der im Rahmen einer Abschlussarbeit (Diplom, Magister, etc.) oder Promotion auf dem Gebiet der Kanada-Studien erforderlich ist. Bewerbungen sind bis zum 1. November an die GKS zu richten. Die GKS trifft eine Vorauswahl und leitet die Bewerbungen an den ICCS/CIEC weiter, der über die endgültige Vergabe entscheidet.

Weitere ICCS Preise und Stipendien, für die sich KanadistInnen noch bis zum 24. November 2017 direkt beim ICCS/CIEC bewerben bzw. nominiert werden können, sind

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Promotions- und Post-Doc-Stipendien der Stiftung für Kanada-Studien

Die Stiftung für Kanada-Studien vergibt Promotions- und Post-Doc-Stipendien für besonders qualifizierte NachwuchswissenschaftlerInnen, die im Feld der Kanada-Studien arbeiten. Das Stipendium ist gedacht als Unterstützung zu einem bis zu neunmonatigen Forschungsaufenthalt an einer Hochschule oder einer anderen wissenschaftlichen Einrichtung in Kanada. Kuratoriumsvorsitzender Wolfgang Klooß möchte Sie/Euch im Namen des Kuratoriums der Stiftung für Kanada-Studien bitten, bei den Studierenden noch einmal Werbung für die Fördermöglichkeiten durch die Stiftung für Kanada-Studien zu machen. Über die Antragsmodalitäten informiert die Website der Stiftung.

Bewerbungsfrist: 1. November 2017

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Virtual Canadian Studies: Anmeldefristen am 23.10. & 3.11. nicht verpassen!

Zu folgenden VCS-Kurse können sich interessierte Studierende noch anmelden:

  • VCS Linguistique «Les variétés du français canadien», Dr. Edith Szlezák, Regensburg. (Anmeldefrist 23. Okt. 2017)
  • VCS Literature/Littérature „Literary Reactions to 9/11 in Francophone and Anglophone Canadian and American Literature“, Part II, Diane Bélisle-Wolf, MA, Mainz. (Anmeldefrist 3. Nov. 2017)

Weitere Informationen gibt es hier.

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Nachruf Thibault Martin

Mit 54 Jahren viel zu früh ist am 9.9.2017 unser geschätzter Kollege, Prof. Thibault Martin, seiner schweren Krankheit erlegen. Die internationale Wissenschaftsgemeinde verliert mit dem engagierten Soziologen einen der maßgeblichen Forscher im Bereich der nordamerikanischen Indigenen. Wie sein akademischer Lehrer Denys Delâge, der Nestor der québecer Indigenenforschung, trat Thibault Martin dafür ein, die Indigenen als historisch handelnde Subjekte zu begreifen und nicht als bloße Objekte europäischer Kolonialisierung. Auch in der Wissenschaft gelte es, sie nicht länger in das Reservat einzusperren, das aus der ausschließlichen Zuweisung in Ethnologie und Anthropologie resultiere. Soziologie und Geschichte seien aufgerufen, sich indigenen wie nicht-indigenen Gesellschaften mit gleichem Interesse zuzuwenden.

Die besondere Aufmerksamkeit von Professor Thibault Martin auf dem Forschungslehrstuhl für indigene territoriale Selbstverwaltung an der Université du Québec en Outaouais galt seit seiner mehrfach preisgekrönten Dissertation zu Globalisierung und Kultur in Nunavik den Inuit im hohen Norden Québecs. Die bewegte Lebensgeschichte des Eddy Weetaltuk, der unter einer falschen Identität für die kanadische Armee in den Korea-Krieg zog und in den 1950er Jahren auch in Deutschland stationiert war, hat er zunächst in Frankreich publiziert. Ihre deutsche Übersetzung erschien unlängst in Zusammenarbeit mit dem BIKQS.

Dem BIKQS ist Thibault Martin seit seinem vielbeachteten Vortrag über Kunsthandwerker-Genossenschaften québécer Inuit auf der Tagung zum „Hohen Norden“ (2010) eng verbunden:

Unfreiwillige Schlagzeilen machte Thibault Martin während des Studentenstreiks 2012 durch eine polizeiliche Festnahme auf dem Flur vor seinem Büro, die sich als völlig unbegründet herausstellte. Die Unileitung hatte nicht den kleinen Finger für ihren Professor gerührt, wurde dafür verurteilt, indes ohne sich je bei ihm zu entschuldigen.

2014-15 gewann Thibault Martin gemeinsam mit Helga Bories-Sawala vom BIKQS den Diefenbaker-Preis für ein Forschungsprojekt zur Wahrnehmung der Indigenen im Geschichtsunterricht Québecs. Dieses gemeinsame Jahr an der UQO war schon gezeichnet durch seinen beherzten Kampf gegen einen malignen Hirntumor. Mit seiner Entschlossenheit, seinem Kampfgeist, seinem Humor und seiner Lebensfreude überlebte Thibault Martin die ursprüngliche Prognose der Ärzte, die ihm 2012 nur noch wenige Wochen Zeit gaben, um volle fünf Jahre. Weitere Einladungen nach Europa musste er absagen, aber die beiden Wissenschaftler haben noch im Mai 2015 gemeinsam eine Sektion der ACFAS zu Indigenen und Dekolonisierung in Trois-Rivières ausgerichtet.

Das gemeinsame Buchprojekt erscheinen zu sehen, war ihm nicht mehr vergönnt – Helga Bories-Sawala wird es in seinem Sinne zu Ende führen.

September 2017, Helga Bories-Sawala

In der Presse:

http://ici.radio-canada.ca/nouvelle/1055264/mort-professeur-uqo-thibault-martin

http://www.lapresse.ca/le-droit/opinions/votre-opinion/201709/11/01-5132322-lheritage-intellectuel-de-thibault-martin.php?utm_categorieinterne=trafficdrivers&utm_contenuinterne=cyberpresse_B13b_votre-opinion_651_section_POS1

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Call for Articles: ANGLICA: An International Journal of English Studies

ANGLICA: AN INTERNATIONAL JOURNAL OF ENGLISH STUDIES is a peer-reviewed annual print and electronic journal under the auspices of the Institute of English Studies, University of Warsaw. We invite submissions on all aspects of Anglophone cultures and linguistics for our next issue to be published autumn 2018. For Volume 27.1 we are interested in contributions from such fields as English, Irish, Welsh, Scottish, American, Canadian, Australian and post-colonial literature, theatre, film, critical theory, the arts, the media, history and social studies. For Volume 27.2 we welcome contributions in various aspects of the synchrony and diachrony of English or/and its varieties, sociolinguistics, language contact, translation studies as well as articles comparing and contrasting English with other languages. The papers may represent various approaches to language studies.

The suggested maximum length of the paper is 15 pages, spacing 1.5, including notes and references. The article should be preceded by an abstract of approximately 100 words, as well as five to eight keywords. Contributors are asked to follow the style-sheet for Anglica available on our website.

Please send articles on literature and culture to Marzena Sokołowska-Paryż: m.a.sokolowska-paryz@uw.edu.pl

Please send articles on linguistics to Anna Wojtyś: a.wojtys@uw.edu.pl

The deadline for complete articles is Jan. 31, 2018.

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CfP: 15th Annual Graduate Conference of the Young Scholars’ Forum of GKS

Witnessing Resurgence: Self-Determination and Allyship

University of Bern, Switzerland, 29 June – 1 July 2018

In its fifteenth iteration, the Young Scholars’ Forum invites scholars and the public to look back on Canada’s celebration of its 150th birthday in order to debate the future of Canada and Canadian studies. In particular, though not exclusively, we would like to acknowledge the different and complex ways in which Indigenous voices have responded to the sesquicentennial, which some critics renamed Colonialism 150. At stake is the larger question of reconciliation, the (de)construction of a national and historical master-narrative, the colonial character of the Canadian government, as well as the legitimacy of the Canadian state. How has Canada responded to the challenges of reconciliation? What kind of nation-building discourse did, and still does, Canada create and how does it affect Indigenous peoples? What is the role of academics in all disciplines of Canadian studies in the reconciliation and continuous nation-building process? What does allyship look like in 2018 in academia and beyond?

The complete CfP can be accessed here.

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Laurier Archives Travel Award

Applications are currently being accepted for the Joan Mitchell Travel Grant at the Laurier Archives, Wilfrid Laurier University in Waterloo, Ontario.  The travel grant will support a graduate student or established scholar who wishes to travel to the Laurier Archives to conduct research. 

Laurier Archives collects in three main areas: The history of the Lutheran Church in Canada; the environmental conservation movement in Canada; and Canadian music. The collection includes the records of the Eastern Synod of the Evangelical Lutheran Church in Canada. It includes records of German, Finnish, Estonian and English congregations from across Eastern Canada going back to the early 19th century. In addition, the collection contains the correspondence of C.H. Little documenting his life as a Lutheran, teacher, minister and father during the first half of the 20th century in Waterloo, ON.

In our environment conservation collection, records of the Canadian Arctic Resources Committee document many of the major environmental issues facing Canada’s north. It contains series documeting pipelines, (including the McKenzie Valley Pipeline; the Alaska Highway Pipeline; the Foothills Pipeline); hydro-electric projects in the Hudson Bay area; interviews with Indigenous leaders about the effects of large scale dams; marine conservation, national parks; Northern communities and Indigenous peoples. The Ken Hewitt fonds document hydrological research in the Himalayas. Also check out the records of the Canadian Water Resources Association; the Canadian Environmental Law Association; the Canadian Biosphere Reserve Association; and geographer George Francis.

Finally, the Laurier Archives has acquired a number of new collections documeting Canadian music, including the papers of contralto Maureen Forrester, composer Alfred Kunz, and the new music society NUMUS.

The application deadline is: Dec. 1, 2017.

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Neue Publikation

Emotions, Remembering and Feeling Better: Dealing with the Indian Residential Schools Settlement Agreement in Canada

by Anne-Marie Reynaud

As the largest class action suit in Canadian history, the Indian Residential Schools Settlement Agreement (2007-2015) had a great impact on the lives of Aboriginal survivors across Canada. In a rare account exploring survivor perspectives, Anne-Marie Reynaud considers the settlement’s reconciliatory aspiration in conjunction with the local reality for the Mitchikanibikok Inik First Nations in Quebec. Drawing from anthropological fieldwork, this carefully crafted book weaves survivor experiences of the financial compensations and the Truth and Reconciliation Commission together with current theorizing on emotions, memory, trauma and transitional justice.

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Lecture Series Canada 150 an der Universität Rostock

Aus Anlass des 150. Jubiläums der kanadischen Konföderation findet an der Universität Rostock, organisiert vom Institut für Anglistik/Amerikanistik, eine „Canada 150“ Ringvorlesung satt. Die Veranstaltungen im Wintersemester sind jeweils freitags von 11.15-12.45 Uhr im Universitätshauptgebäude am Universitätsplatz, HS 218. Die 14-teilige Reihe umfasst Themen aus allen Forschungsbereichen der Kanada-Studien und bringt Experten aus dem In- und Ausland nach Rostock. Den Anfang macht Dagmara Drewniak (Poznan) am 20. Oktober mit einem Vortrag „Polish and Central European diasporic Literature in Canada“. Am 27. Oktober spricht Konrad Groß (Kiel) zum Thema “A Whiff of Canada: A Culinary Tour Through Canadian History and Literature”.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

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