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Aktuelles Veranstaltungen

Vorträge und Workshops zu den Tagen des indigenen Films

Folgende Onlinevorträge finden im Rahmen der Tage des indigenen Films an diesem Wochenende als ZOOM-Meetings statt.

Anmeldungen bitte an:
indigen@elements-ev.org

Vortrag „Landrechte und indigenes Wissen in Amerika“ von Prof. Gesa Mackenthun, Universität Rostock

Freitag, 20. November 2020 von 16:00 bis 17:30 Uhr

Die systematische Unterdrückung indigenen Wissens durch den kolonialen Diskurs in den Amerikas und sein Ersatz durch Mythen von Wildheit und Nomadentum dient(e) sowohl der Rechtfertigung der Landnahme als auch der Tilgung alternativer Wissensbestände, die in Widerspruch zur westlich-kapitalistischen Dichotomie zwischen Mensch und Natur stehen. Insbesondere in der „dritten“ und „vierten“ Welt Latein- und Nordamerikas geht die ökologische Krise – zentral die Vernichtung und der Raub von Land in bisher kaum gekanntem Maßstab – mit der direkten Bedrohung indigener Lebens- und Wissensformen einher. Der Vortrag verbindet aktuelle Diskussionen über Ökozid, Anthropozän und landgrabbing in Amerika mit einer Erörterung indigener epistemischer Beziehungen zum Land, die sich z.B. in tradierten Geschichten und kulturellen Praktiken artikulierten. Diese „stories“ enthalten wertvolles ökologisches Wissen über das Verhältnis zwischen Menschen und Land, das zur Überwindung der aktuellen Krise beitragen könnte – nicht nur in Amerika sondern überall.

Vortrag „A very long way to go“: Die Darstellung der Indigenen in Museen und Medien“ von Dr. Geneviéve Susemihl, Universität Kiel

Samstag, 21. November 2020 von 16:00 bis 17:30 Uhr

Museen und Medien spielen eine wichtige Rolle in der Repräsentation ethnischer Vielfalt und der Formung von Identitäten. Häufig werden indigene Völker immer noch in stereotypischer Weise dargestellt und eine ethnisch-kulturelle „Andersartigkeit“ unterstrichen. Indigene Medien und Museen spielen bei der Überwindung stereotyper Denkweisen eine große Rolle. Sie helfen auch den Indigenen dabei, eine eigene Identität zu finden und den Zusammenhalt untereinander zu stärken.
Dieser Vortrag untersucht die Darstellung Indigener in Museen in Kanada, den USA, Australien und Neuseeland sowie ihr Mitwirken im Management und in der Konzeption von Ausstellungen. Wie sichtbar sind vor allem indigene Frauen? Wie werden sie „ausgestellt“? Welche Geschichten werden über sie erzählt? Wer beeinflusst die Sicht auf diese Darstellungen? Wenn man diese musealen Orte besucht, und die Geschichten erfährt, wird klar, dass Kultur ein konzeptionelles Konstrukt ist und sich nicht für Sammlungen eignet. Die Geschichten über die verschiedenen Kulturen müssen von verschiedenen Stimmen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Als wichtige Stätten der Selbst-Repräsentation spielen Museen eine zentrale Rolle im Prozess der Heilung indigener Gemeinschaften. Für die Mohawk Aktivistin Dawn Maracle gibt es hier allerdings noch viel zu tun — „a very long way to go“.

Dr. Geneviève Susemihl ist Kultur-, Literatur- und Medienwissenschaftlerin am Englischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Sprecherin der Sektion „Indigenous and Cultural Studies“ der Gesellschaft für Kanada-Studien. Seit über 20 Jahren forscht und lehrt sie zum Thema Indigene Völker und Kulturen Nordamerikas. Sie hat zahlreiche wissenschaftliche und journalistische Artikel zum Thema veröffentlicht und das Buch „Bären, Lachse, Totempfähle: Die kanadische Inselgruppe Haida Gwaii am Rand der Welt“ geschrieben. Derzeit arbeitet sie an einem Forschungsprojekt zum Thema „World Heritage and Indigenous Empowerment“.

Workshop „Indigener Naturschutz: weg von postkolonialen Strukturen“ mit Sakina Johow, Survival International

Sonntag, 22. November 2020 von 16:00 bis 17:30 Uhr

Weltweit – von Brasilien bis Indien – gibt es massive Angriffe auf die Rechte indigener Völker. Im Mittelpunkt stehen dabei häufig die Landrechte, die ihnen zustehen, aber nicht zugesprochen werden. Die Folgen sind in vielerlei Hinsicht fatal. Indigene Völker sind die besten Naturschützer der Welt: Wenn ihnen ihre Landrechte zugesprochen werden, erzielen sie herausragende Ergebnisse im Naturschutz. Nach einem einführenden Vortrag zum Thema Landrechte (im Naturschutz) steht Survival International gerne für Fragen und einen gemeinsamen Austausch darüber zur Verfügung.

Survival International ist die globale Bewegung für indigene Völker. Wir arbeiten seit über 50 Jahren direkt mit indigenen Gemeinschaften zusammen. Dafür treffen wir weltweit Vertreter*innen der Gemeinschaften und unterstützen sie in ihrem Kampf für ihre Rechte. Wir helfen ihnen, ihr Leben zu verteidigen, ihr Land zu schützen und ihre Zukunft zu sichern. Sakina Johow arbeitet als Assistenz der Geschäftsführung im Berliner Büro und freut sich auf eine ausgiebige Diskussion.

 

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Aktuelles

Auch Bewerbungsfristen der Stiftung für Kanada-Studien verlängert!

Auch die Stiftung für Kanada-Studien hat in diesem Jahr die Bewerbungsfrist verlängert auf den 15. November 2020.

Die Stiftung vergibt jährlich
(1) Reisestipendien für Promovierende für Forschungsaufenthalte in Kanada
(2) Reisestipendien für bereits promovierte Wissenschaftler_innen
für Forschungsaufenthalte in Kanada
(3) Reisestipendien für die Vorbereitung von Projektanträgen:
Entwicklung von Forschungsvorhaben vor der Projektantragsreife oder „Sondierungsprojekt“

Weitere Informationen und Bewerbungsformulare finden Sie auf der Homepage der Stiftung für Kanada-Studien unter der Rubrik Förderprogramme.

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Aktuelles

Bewerbungsfrist für Förderpreise der GKS verlängert

Aufgrund der gegenwärtig außerordentlichen Umstände hat die GKS beschlossen, die Bewerbungsfrist für die Förderpreise der GKS in diesem Jahr zu verlängern. Bewerbungen für…

  • die Reisestipendien der GKS
  • den Prix d’Excellence du Gouvernement du Québec
  • den Jürgen-und-Freia-Saße-Preis

werden dieses Jahr bis zum 15. November entgegengenommen.

Bitte geben Sie diese Information auch an potenzielle Bewerber*innen weiter.

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Aktuelles Ausschreibungen

Förderpreise der GKS auch im laufenden Jahr wieder ausgelobt

Die GKS verleiht – gemeinsam mit Ihren Unterstützern und Partnern – auch in diesem Jahr und trotz Corona wieder die gewöhnten Förderpreise der GKS. Bewerbungen für

  • die Reisestipendien der GKS
  • den Prix d’excellence du gouvernement du Québec
  • den Jürgen-und-Freia-Saße-Preis

werden wie jedes Jahr bis zum 1. November von der Geschäftsstelle entgegengenommen. Nähere Angaben zu den Förderpreisen der GKS finden Sie im Pull-Down-Menü unter dem Reiter Fördermöglichkeiten auf der Homepage der GKS.

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Aktuelles

Canada Day der kanadischen Botschaft 2020

DER KANADISCHE NATIONALFEIERTAG GEHT ONLINE
LASST UNS ZUSAMMEN FEIERN!

Aus ungewöhnlichen Umständen entstehen kreative Lösungen. Angesichts der aktuellen Situation in der Covid-19-Pandemie wird der diesjährige Nationalfeiertag Kanadas in Deutschland („Canada Day, Fête du Canada“) am 1. Juli online gefeiert!

Am 1. Juli 1867 wurde mit dem “British North America Act” die Grundlage für die kanadische Konföderation gelegt. Seither wird dieser Tag von Kanadierinnen und Kanadiern als Nationalfeiertag zelebriert. Auch in Deutschland gibt es an diesem „Kanada Tag“ traditionell ein großes Fest im Zeichen des Ahornblatts.

In diesem Jahr feiert die Botschaft von Kanada in Berlin den kanadischen Nationalfeiertag mit einer Online-Veranstaltung, die von mehreren Partnern unterstützt wird, einschließlich der besonderen Teilnahme von „United We Stream“ – einer Solidaritätsinitiative der Berliner Clubkultur.

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Am 1. Juli wird die Veranstaltung ab 16 Uhr bis Mitternacht ausgestrahlt auf der speziellen Event-Website: http://CanadaDay-Germany.de / http://FeteDuCanada-Allemagne.de.

Von 16 Uhr bis 19 Uhr wird der Comedian Ben MacLean durch das Livestream-Event im Marshall McLuhan Salon der Botschaft in Berlin führen. Kanadische Musik, Comedy, Literatur, Sport und Kultur von beiden Seiten des Atlantiks werden dem Publikum in Deutschland und darüber hinaus großartige Unterhaltung bieten. „Cooking Canadian“ mit Kim Thúy, eine Lesung mit Simon Boulerice, die Vorführung indigener Filme durch Wapikoni, Hockeytraining mit den Eisbären und ein Kartierungsworkshop für Kinder – es wird für jeden etwas dabei sein, um Kanadas unglaubliche Schönheit und Vielfalt zu erleben!

Ab 19 Uhr wird der von Sound Diplomacy kuratierte und in Zusammenarbeit mit United We Stream und Arte bereitgestellte zweite Teil der Feierlichkeiten live aus der Berliner Kulturbrauerei unter dem Titel „United We Stream: Canada Day live from Frannz Club“ übertragen. Wir freuen uns, folgendes anspruchsvolles musikalisches line-up der in Berlin lebenden Kanadier*Innen zu präsentieren, darunter D. Tiffany, DJ Kirby (Blue Hawaii), Magic Island und Nathan Micay.

Die Veranstaltung „United We Stream: Canada Day live from Frannz Club“ ist ein Solidaritätsbeitrag zur Berliner Clubszene, einem wichtigen Sprungbrett für aufstrebende kanadische Künstler in Europa. Spenden sind unter http://uws.betterplace.org willkommen und kommen bedürftigen Kulturinstitutionen zugute. Von den Spenden gehen acht Prozent an den Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung.

Auf unserer Website haben Kanada-Fans auch in Deutschland Zugang zu kanadischer Esskultur im Online-Shop „Taste of Canada“.

Die Botschaft von Kanada bedankt sich bei allen Unternehmen und Organisationen, die zum Gelingen des Nationalfeiertages beitragen:

  • Arte
  • Clubcommission Berlin V.
  • Destination Canada
  • Deutsch-Kanadische Gesellschaft V.
  • Eisbären Berlin
  • FACTOR
  • Florianfilm
  • Kulturserver
  • Taste of Canada
  • The Poutine Kitchen
  • The Terry Fox Foundation
  • Sound Diplomacy
  • United We

Unser besonderer Dank geht an FACTOR, die Stiftung zur Unterstützung kanadischer Musiktalente, für ihren finanziellen Beitrag.

 Besuchen Sie die Social-Media-Kanäle der Botschaft von Kanada, um mehr über die Veranstaltung zu erfahren:

Website: http://CanadaDay-Germany.de / http://FeteDuCanada-Allemagne.de
Facebook: www.facebook.com/KanadaBotschaft/

Twitter: www.twitter.com/KanadaBotschaft/

Instagram: www.instagram.com/kanadabotschaft/

LinkedIn: www.linkedin.com/company/KanadaBotschaft/

 Und benutzen Sie gerne unsere Hashtags für die Veranstaltung am 1. Juli:
#KanadaTagDeutschland, #CanadaDayGermany und #FeteduCanadaAllemagne!

 Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thilo Lenz, Pressereferent, Botschaft von Kanada in Berlin

Email: thilo.lenz@international.gc.ca
Tel.: +49 30 20312-265
Mobil: +49 170 8389808

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